Brauerei Krušovice
Die Königliche Brauerei Krusovice ist eine der ältesten Brauereien im Böhmen. Sie wurde nach dem Jahr 1517 gegründet, als es der Sankt Wenzeslauer Vertrag den Adligen erlaubt wurde, auf ihren Gütern Bier zu brauen. Ein solches Gut in Krusovice erbte Jiøí Bírka von Násile, der ein Freihaus mit der Brauerei auf dem Marktplatz im nahen Rakovnik besaß. Er braute gutes Bier und nach der Überlieferung wurde in seinem Haus Tag und Nacht getrunken und getafelt. Dieses üppige Leben sahen die Bürger in Rakovnik nicht gern, und so begann Jiøí Bírka von Násile, das Bier auf dem nur eine Meile von den Stadtmauern entfernten Gut in Krusovice zu brauen.
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| Durch dieses Tor fuhren in den vergangenen Jahrhunderten die mit Krusovicer Bier beladenen Fuhrwagen. |
Die Kopie des ersten schriftlichen Beleges über die Existenz der Brauerei aus dem Jahre 1581 schmückt heute einen der Repräsentationsräume der ehemaligen Mälzerei der Brauerei. Jiøí Bírka von Násile bot dem Kaiser Rudolf II. die Brauerei im Jahre 1581 zum Kauf an. In der Auflistung lesen wir, dass 17 Bewohner in Krusovice lebten, dass die Meierei sehr gut eingerichtet war und dass bei der Meierei eine Brauerei mit Gärkeller aus Tonschieferstein existierte. Der Kaiser kaufte tatsächlich zwei Jahre später die Brauerei und ordnete sie zur Pürglitzer (Køivoklater) Herrschaft ein. Krušovicer Bier schmeckte ihm und er achtete darauf, dass die Brauerei immer ausreichende Mengen guter Rohstoffe hatte und dass die Bierproduktion ständig stiegt. Obwohl im Laufe des 30-jährigen Krieges Söldner die Brauerei verwüsteten und später eine Feuerbrunst sie vernichtete, wurde die Bierbrauerei immer wieder schnell aufgebaut und erneuert.
Einen grossen Aufschwung nahm die Brauerei unter der Verwaltung von A. J. Wallenstein, der das Krusovicer Gut von der Böhmischen Krone im Jahre 1685 kaufte. Nach seinem Tod (1731) brachte die Tochter Marie den ganzen Krusovicer Hof als Mitgift dem Geschlecht von Fürstenberg ein. Unter ihrer Bewirtschaftung fanden für die Brauerei im Laufe von zwei Jahrhunderten eine umwälzender Veränderungen statt. Die Familie Fürstenberg führte modernste Technik ein und hielt die Brauerei ständig auf dem aktuellen Stand des technischen Fortschritts. Die Brauerei stand bis zum Jahre 1945 unter ihrer Herrschaft. Von 1945 bis 1991 war die Krusovicer Brauerei Bestandteil einiger staatlicher Betriebe. Der Ausstoss erreichte eine Viertelmillion Hektoliter im Jahr. Weil diese Biermenge in der näheren Region im Gebiet von Rakovník, Kladno und Slaný verkauft und getrunken wurde, blieb es den Biertrinkern im übrigen Land unbekannt. Im Jahre 1991 wurde Krusovicer Brauerei aus dem Verbund der Mittelböhmischen Brauerein, Nationalbetrieb Velké Popovice ausgegliedert und war wieder selbständig.
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| Im Jahre 1925 war die aufstrebende fürstenbergische Brauerei in Krusovice schon eine moderne Brauerei. Sie braute zu dieser Zeit dunkles Bier von 14 %. |
Nach der Privatisierung ist die Königliche Brauerei Krusovice seit 1993 ein Unternehmen, das zum internationalen Oetker-Konzern gehört. Die Errichtung eines neuen Gär- und Lagerkellers, einer neuen leistungsfähigen Flaschen-, Fass- und Dosenabfüllung, einerhochwirksamen Abwasserkläranlage und eines neuen Sudhauses reihte die frühere Regionalbrauerei unter die modernsten Hersteller von Markenbieren in Böhmen ein. Im Jahre 1997 wurden über 1 Million Hektoliter produziert, abgefüllt und verkauft. Die Grundlage der Produktion ist das natürliche Wasservorkommen aus dem Naturschutzgebiet der Pürglitzer Wälder, beste Malze aus mährischen Sommergersten und der Hopfen aus dem Saazer Gebiet. Bewährte Rezepturen, die über Generationen von Krusovicer Braumeistern stetig verbessert wurden, und heutige modernste Technologien ebneten der Königlichen Brauerei den Weg zur Spitzenqualität. Die Königliche Brauerei nimmt heute in der Tschechischen Republik die 5. Stelle unter den Bierherrstellern ein. Krusovicer Biere werden in Tausenden Bierstuben und auch renommierten Restaurants in Böhmen und im Mähren gezapft. Am unbestrittenen Geschäftserfolg der Marke ist die ausgewählte Gastronomie vor allem auf dem inländischen Markt beteiligt. Sie weist einen hohen Standard aus und bietet zum guten Bier ein angenehmes Milieu. Der Qualitätsservice und ästhetisch gelungene Ergänzungen helfen, das Image des königlichen Getränkes unter den tschechischen Bieren abzurunden.






